KI-Transparenz
Stand: 26. August 2026
auria nutzt KI, um aus einem gesprochenen oder getippten Satz einen Vorschlag zu machen: ein Termin, eine Aufgabe, ein Eintrag auf der Einkaufsliste. Diese Seite erklärt, wie das funktioniert, und ist zugleich unsere Transparenzangabe nach Art. 50 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689.
Der Kern in einem Satz: Die KI schlägt auch Zuständigkeiten vor, weist aber niemals selbst zu. Sie führt nichts aus, und ohne eure Bestätigung passiert nichts.
Was die KI tut
Ihr sprecht oder tippt einen Satz wie „Donnerstag um 15 Uhr Emma abholen, Windeln kaufen, Sportsachen waschen“. Dieser Text geht an das Modell, und zurück kommt eine strukturierte Aufstellung: ein Termin am kommenden Donnerstag um 15:00 Uhr, ein Eintrag auf der Einkaufsliste, eine Aufgabe.
Diese Aufstellung ist ein Vorschlag. Sie erscheint als Liste, die ihr durchgeht. Für jeden Eintrag habt ihr drei Wege:
- Annehmen: Der Eintrag wird so übernommen
- Anpassen: Ihr ändert Titel, Datum, Uhrzeit, Liste oder vorgeschlagene Zuständigkeit, bevor er übernommen wird
- Ablehnen: Der Eintrag verschwindet, ohne dass etwas gespeichert wird
Nach dem Übernehmen lässt sich jede Aktion rückgängig machen. Es gibt keinen Weg, auf dem ein KI-Vorschlag ohne euren Klick in euren Haushalt gelangt.
Was die KI nicht tut
Sie ordnet keine Aufgabe selbst einer Person zu. Wenn ihr eine Familienperson im Brain Dump nennt, kann das Modell deren kurzlebige Referenz als Zuständigkeitsvorschlag zurückgeben. Ihr seht und ändert diesen Vorschlag in der App; erst eure Bestätigung legt den Eintrag mit dieser Zuständigkeit an.
Sie hat keine Hände. Das Modell hat keinen Zugriff auf eure Datenbank, keine Werkzeuge und keine Möglichkeit, etwas abzurufen, zu speichern, zu löschen oder zu versenden. Der einzige Weg zur KI führt über eine einzelne Serverfunktion, die Text hineingibt und eine strukturierte Antwort herausbekommt. Mehr kann diese Schnittstelle nicht.
Sie sieht eure übrigen Daten nicht. Übermittelt wird der Text, den ihr gerade eingebt, sowie das aktuelle Datum und die Zeitzone. Letztere wird benötigt, damit „Donnerstag“ richtig eingeordnet wird. Von den Familienpersonen werden nur tatsächlich im Text erkannte Vornamen, kurzlebige Referenzen und die Self-Markierung „ich“ mitgesendet. Nicht übermittelt werden eure bestehenden Termine und Aufgaben, eure E-Mail-Adresse oder eine Konto-Kennung.
Sie trifft keine Entscheidung über euch. Eine automatisierte Entscheidung im Einzelfall nach Art. 22 DSGVO findet nicht statt. Es gibt kein Profiling, keine Bewertung von Personen und keine Analyse eures Verhaltens.
Welches Modell zum Einsatz kommt
Wir nutzen ausschließlich Modelle der Gemini-Familie von Google, zur Zeit primär gemini-3.1-flash-lite, angesprochen über die Gemini-Schnittstelle von Google Ireland Limited. Bei einem technischen Fehlschlag kann ein zweites, ebenfalls von Google betriebenes Gemini-Modell als Fallback verwendet werden. Ein anderer KI-Anbieter ist nicht eingebunden.
Das Modell antwortet nicht in freiem Text, sondern in einem fest vorgegebenen Schema (Structured Output). Was nicht in dieses Schema passt, kommt gar nicht erst an. Auch eine vorgeschlagene Person wird nur als erlaubte kurzlebige Referenz zurückgenommen und serverseitig gegen den Haushalt geprüft.
Die Verarbeitung kann in Rechenzentren von Google auch außerhalb der Europäischen Union stattfinden. Abgesichert ist das über Standardvertragsklauseln und die Zertifizierung von Google nach dem EU-US Data Privacy Framework. Für den regulären Nutzerbetrieb nutzen wir die kostenpflichtige Stufe der Schnittstelle. In der strikt internen technischen Testumgebung kann vorübergehend ein Entwicklerzugang ohne aktiviertes Billing eingesetzt werden. Dieser Testmodus ist nicht für externe Testpersonen oder den Produktivbetrieb freigegeben. Nach den Google-Bedingungen gelten für Zugriffe aus dem EWR, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich auch bei unbezahltem Kontingent die Datenschutzregeln der kostenpflichtigen Dienste; Eingaben und Ausgaben werden danach nicht zur Verbesserung der allgemeinen Modelle verwendet. Google kann Ein- und Ausgaben derzeit bis zu 55 Tage zur Missbrauchs- und Sicherheitskontrolle protokollieren. Deshalb versprechen wir keine Verarbeitung, die auf die reine Dauer der Anfrage beschränkt ist.
Welche Daten die KI sieht
Die KI sieht den Text eures Brain Dumps, das aktuelle Datum und die Zeitzone. Nur wenn im Text Vornamen erkannt werden, sieht sie diese mit kurzlebigen Referenzen für einen Zuständigkeitsvorschlag. Wenn ihr den Brain Dump einsprecht, wandelt zuerst die Spracherkennung eures Geräts die Aufnahme in Text um; erst dieser Text geht an das Modell. Eine Audioaufnahme erreicht uns und Google nie.
Der Text ist genau das, was ihr hineinschreibt. Wenn ihr dort Gesundheitsangaben, Namen von Kindern oder andere sensible Dinge nennt, gehen diese Angaben als Teil des Textes mit. Das ist für die Haushaltsorganisation nicht erforderlich. Bitte gebt keine Diagnosen, Medikamentenpläne oder andere besonders sensible Details über euch oder Dritte in den Brain Dump ein; nutzt für notwendige, knappe Organisationseinträge lieber das direkte Formular.
Wie das mit der übrigen Verarbeitung zusammenhängt, steht in den Datenschutzhinweisen.
Grenzen
Der KI-gestützte Brain Dump ist nur in Login-Konten für Erwachsene verfügbar. Kontoführende Personen müssen mindestens 18 Jahre alt sein; Kinder können ohne eigenes Login als Familienperson geführt werden.
Sprachmodelle irren sich. auria wird Daten falsch verstehen, eine Uhrzeit verlegen, aus einem Gedanken zwei Aufgaben machen oder eine Nuance übersehen. Bei mehrdeutigen Formulierungen liegt es besonders nahe: „nächsten Freitag“ kann zwei verschiedene Tage bedeuten.
Genau deshalb ist jeder Vorschlag eine Frage und keine Ansage. Die Prüfung liegt bei euch, und sie ist bewusst als eigener Schritt gebaut, den man nicht überspringen kann. Vertraut den Vorschlägen nicht blind, besonders nicht bei Terminen, deren Versäumnis wehtut.
Wir prüfen die Qualität der Vorschläge vor jeder Änderung am System-Prompt mit einer automatisierten Testreihe, die auch Grenzfälle und bewusste Fehlversuche enthält. Das senkt die Fehlerrate, es beseitigt sie nicht.
Rückmeldung
Wenn euch ein Vorschlag begegnet, der klar daneben liegt oder etwas tut, was hier nicht beschrieben ist, schreibt uns an hello@uxflows.de. Solche Meldungen sind für uns wertvoller als jede interne Testreihe.
